Abbildung 6. Dieses Diagramm zeigt die Schwierigkeiten
von eineiigen MC-Zwillingen, wenn die Blastozyste (ein ballgroßes
Stadium der embryonalen Entwicklung, s. 6-A, TC) in die Gebärmutter
eintritt und sich in der Nährstoffauskleidung einbettet (DB). In diesem
Stadium besteht jeder Zwilling aus ein paar Zellen (die zwei inneren Zellmassen
– IZM). Bei einer Einlingsschwangerschaft (nicht abgebildet) entwickelt
sich die Plazenta aller Wahrscheinlichkeit nach normal (groß, mit
der Nabelschnur in der Mitte der Plazenta), wenn der Pol mit der inneren
Zellmasse als erster in die Gebärmutterhöhle eintritt. Jede Drehung
des Blastozystenpols mit der inneren Zellmasse führt zu einer kleineren,
schadhaften Plazenta. Da die Zellen, die sich in MC-Zwillingen entwickeln,
an gegenüberliegenden Enden (Polen) der Blastozyste liegen, betten
sich die Zellen des einen Zwillings perfekt ein (6 – B), die Zellen
des anderen aber bewegen sich weiter weg von der Auskleidung, die die Nährstoffe
der Mutter enthält. Bei MC-Zwillingen stellen daher alle Einbettungen
der Blastozyste einen Kompromiss dar und neigen dazu, Plazenten zu entwickeln,
die kleiner sind und ungleichmäßig von den Zwillingen geteilt
werden. GD = Gebärmutterschleimhautdrüse; UB = Uterines Blutgefäß.
(Diagramm freundlicherweise überlassen von Dr. Emanual P. Gaziano.)
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